Dr. Erhard Henkes, Stand: 20.02.2016

Erfahrungen mit Carrera Digital 124

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Bild (Erhard Henkes): Mercedes-Benz SLS AMG GT3 "Erebus Motorsports, No. 36A (Winner Bathurst 2013)" - Maßstab 1:24 in Steilkurve-Außenbahn des Typs 4


Allgemeines


Seit 1999 gehört die Marke "Carrera" und das von mir eingesetzte System "Carrera Digital 124" der Stadlbauer Spiel- und Freizeitartikel GmbH (Tochter der Stadlbauer – Marketing + Vertrieb GmbH, Details siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Carrera_%28Autorennbahn%29). Die Bezeichnungen "Carrera", "Carrera 124 Digital", etc. sind geschützte Marken dieser Firma.

"Carrera 124 Digital" bietet durch die Digitaltechnik ein interessantes technisches Niveau zum Einstieg in den sportlichen Spielspaß "Autorennen". Straßen und Gebäude sind im Verhältnis 1:32 gehalten, während die Rennwagen im Verhältnis 1:24 oder 1:32 entworfen sind.

Eine kurze Probefahrt mit 1:32 und 1:24 und die Entscheidung für die großen Rennwagen war gefallen.
Reizvoll finde ich das Fahrverhalten (Beschleunigung, Straßenlage) und vor allem das Driften des Hecks in den Kurven bei den Autos im Maßstab 1:24. Die Bahnen können unter Reduktion der Spannung jedoch auch für Slotcars im Verhältnis 1:32 eingesetzt werden.

Man muss zumindest in den Außenkurven und evtl. auch ein gewisses Stück danach den sogenannten "Randstreifen" verbauen, auf den Heck und Hinterräder ausweichen können, ohne von der Fahrbahn abzukommen. Man baut damit bis zu 40 cm breite Straßen auf (mit Innen- und Außenrandstreifen). Lässt man den Randstreifen weg, scheuert der Wagen in den Kurven prinzipiell an der Leitplanke entlang und die Oberfläche (Farbe, Plastik) nimmt ständig mechanischen Schaden. Das gilt übrigens auch für Rennwagen im Maßstab 1:32, auch wenn man es nicht wahrhaben möchte. Damit ist der Platzbedarf kein echtes Unterscheidungsmerkmal.  


Unterbau


Man kann eine Autorennbahn auf dem Boden aufbauen, wie man es oft sieht. Bequemer ist es meines Erachtens, wenn man die Autos in einer Höhe von ca. 90 cm ihre Runden drehen lassen kann. Hierbei sollte man allerdings Vorkehrungen treffen, dass Kleinkinder oder sitzende Personen nicht von aus der Bahn fliegenden Rennwagen im Gesicht getroffen werden.

Mein Unterbau ist eine in dieser Höhe abgestützte und in sieben Teile zerlegbare rechteckige Holzplatte mit einer Ausdehnung von 4,20 m x 2,20 m (Reserveplattenteil 2,20 x 0,60 m steht bereit). Hieraus resultieren 9,24 m² Fläche. Eine geringere Breite erschwert die Planung von Kurvenverläufen, eine geringere Länge erschwert den Aufbau einer gut bestückten Start-/Zielgerade. Zu wenig Fläche verhindert gewisse Bauelemente, z.B. Kurven des Typs 4 oder Pitlane mit zwei Einspur-Geraden (für zwei Rennwagen). Aus dem Entwurf ausscherende Kurven benötigen rasch noch mehr Breite.


Die von mir angelegte Breite von 2,20 m  war der Kompromiss aus zwei Beweggründen:


Streckenplanung


Die Planung der Strecke erfolgte mit der freien Software http://www.softyroyal.de/, die nicht sonderlich umfassend ist, aber für einen ersten Entwurf aus eigener Hand genügt. Es wurde darauf geachtet, dass die Längen der beiden Spuren identisch ist, eine ausreichende Länge geschaffen wird, genügend Platz für Weichen (drei Doppelweichen, eine rechte Weiche) existiert und der Start/Finish-Bereich mit Pit Stop Lane (mit zwei einspurigen Geraden, davon die erste mit Sensor) und den notwendigen Digitalkomponenten, z.B. der Bogen mit dem Start Light, bestückt werden kann. Ansonsten wurde eine Steilkurve in Kurventyp 4 (Fahrbahn-Durchmesser 2 m, siehe Carrera-Katalog) und möglichst wenig Standardkurven vom Typ 1 (insgesamt wurden nur sechs K1/60° verbaut!) angepeilt. Es konnte sogar eine zweite Pit  Lane, z.B. für das Pace Car oder als Box für Strafzeiten, eingefügt werden.

Die "echte" Planung läuft am Anfang zumindest ergänzend auf dem Tisch mit realen Bahnstücken ab. Es geht Nichts über das "Begreifen", gerade beim Thema Steilkurve und/oder Start-/Zielgerade mit Pit Stop Lane. Insgesamt hat die Bahn zwei Spuren mit jeweils 17,80 m Länge.

Gerade beim Thema Weichen muss man auf Befahrbarkeit bei hoher Geschwindigkeit (Fahrzeug muss den Sensor treffen) und auf die sinnvolle Funktion des Pace Cars (automatische Einfahrt in die Pit Lane muss gewährleistet sein) achten.

Dies war die erste über längere Zeit befahrbare Strecke mit 17,80 m identischer Länge für beide Spuren: CU mit Start-Light-Bogen (Start nach rechts!), 2 Pit Stop Lanes (große zum Tanken/Reifenwechsel, kleine für Pace Car bzw. Strafzeiten), Steilkurve 12*K4/15°, unsymmetrische Acht (K3/30°, 3*K1/60°, K3/30°), Überfahrt, 4 Weichen. Die Randstreifen und sonstigen Digitalkomponenten (Wireless+ Handregler, Driver Displays, Position Tower sind der Einfachheit halber nicht dargestellt).
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Nach einiger Zeit fielen folgende Probleme auf: Die Zielgerade vor der "Hundekurve" führte zu waghalsigen Manövern und Abflügen. Die rechte Weiche direkt vor der Pit Stop Lane auf der Zielgeraden ergab immer wieder Unfälle durch in die Pit Stop Lane rasende Slotcars. Also wurde dies entschärft und die Zielgerade und Pit Stop Lane hinter die "Hundekurve" und damit auch nach nach innen verlagert. Damit ist die CU normal bedienbar (allerdings nicht wichtig). Die rechte Weiche entfiel in dieser Version. Die verbauten Randstreifen und Digitalkomponenten wie Driver Displays, Position Tower und Ladestationen für die Wireless+ Handregler werden hier nicht gezeigt, lediglich Control Unit und Startbogen sind aufgeführt. Die Streckenlänge für beide Spuren beträgt nach wie vor ca. 17,80 m
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http://www.softyroyal.de/?t=35194ad
Bilder (Erhard Henkes): Streckenzeichnung mittels des Programms softyroyal.de (der planerische Spalt in der Steilkurve ist real nicht vorhanden, CU ist die neueste Version, nicht die Blackbox)
Mit diesem Entwurf kann man nun etwas harmonischer fahren. Man hat nun innen auch etwas Platz für die Ausgestaltung einer Boxengasse neben einer Tribüne.

Einen Tipp möchte ich Einsteigern geben: Bei der ersten Bahn - vor allem mit Randstreifen - nicht zu viele dieser roten Verbinder verwenden. Das erschwert den Umbau beträchtlich.



Einstieg


Nachdem die Planung steht, schaut man, welche Pakete den Einstieg finanziell günstig gestalten, wobei man sagen muss, dass eine Bahn dieser Dimension mit der "Königsklasse" von Carrera letztendlich im vierstelligen Bereich landet.  Die Entscheidung fiel auf das Party Set "Gentlemen Race", das man nur direkt im Carrera Shop bestellen kann (m.E. nicht ideal für die Händler, aber so läuft das eben bei Carrera). Der informative Position Tower für sechs Fahrzeuge ist bereits in diesem "Party Set" enthalten.

Ergänzt wurde es um den imposanten Startlight-Bogen (etwas Show darf sein) und den praktischen direkt mit der Control Unit verbundenen Lap Counter, damit man direkt - also ohne App oder PC-Programm - für max. 6 Fahrzeuge seine Gesamtzeit, beste Rundenzeit und zeitlichen Abstand zum führenden Fahrzeug erhält. Driver Displays und Pit Stop Lanes wurden ebenfalls rasch nachgerüstet, um die Digitalen Möglichkeiten auszuschöpfen.

Man sieht, dass die digitale Carrera Welt vom technischen Design auf max. sechs selbst gesteuerte Slotcars ausgelegt ist, was bereits eine Menge ist bei zwei Spuren. Zusätzlich kann man noch ein oder mehrere autonom fahrende Rennwagen (Autonomous Car) und bei Bedarf das Pace Car (Safety Car) laufen lassen.


In dem von mir gewählten Einstiegsset sind folgende drei Rennwagen enthalten: Ferrari 599XX (s. Bild unten), Aston Martin DBR9 und Porsche GT3 RSR. Diese Rennwagen sind empfehlenswert für den Einstieg, da sie überaus komfortabel auf der Bahn liegen und wenig zum Ausbrechen neigen. Für mich ein ideales Paket als Grundlage. Die von Carrera vorgeschlagene Strecke wurde wegen Platzmangel (viel zu breit) gar nicht erst aufgebaut, sondern sofort der eigene Plan verfolgt und durch Ergänzung mit weiteren Schienen und Komponenten realisiert.

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Bild (Erhard Henkes): Ferrari 599 XX  - Maßstab 1:24 in Steilkurve-Innenbahn des Typs 4

Steilkurve


Ein interessantes Thema, das m.E. in die Bahn integriert werden sollte, auch wenn echte "Slotter" das nicht mögen. Ich wählte den weitesten Kurventyp 4, damit keine Probleme bezüglich des Aufsetzens der Rennwagen entstehen. Bei dem Mercedes Benz SLS AMG GT3 "Erebus Motorsports, No.36A" findet man z.B. den Hinweis "Nicht für Steilkurve und Überfahrt geeignet". Dies gilt allerdings nur für die 30° Steilkurven. Die Steilkurve des Kurventyps 4 besteht aus 12 x 15°-Kurven, die auch der Mercedes und der im Paket mitgelieferte Aston Martin, der sehr tief liegt, problemlos passieren kann.

Wichtig: Die Steilkurve fordert als Abschluss zusätzlich zwei volle Geraden, um die Verwindung auszugleichen. Daran sollte man bei der Planung denken.

Man glaubt es nicht, aber der "Cheetah" ist beim Einstieg in die Steilkurve nach oben ausgebrochen und davon "gesegelt". Daher empfehle ich zusätzlich zu den Randstreifen noch eine Leitplanke, auch wenn es die Ästhetik nicht fördert und bezüglich der Geometrie nicht wirklich gut zusammen passt.
Safety first.


Carrera fährt immer nach links? Es geht auch umgekehrt!


Die Lage der IR-Dioden (Sensoren) auf der linken Seite neben dem Slot führt zur Fahrtrichtung nach links.

Will man von der Start/Finish-Linie nach rechts starten, und genau das wollte ich, muss man die Control Unit umdrehen. Die Beschriftung der Bedienungselemente steht dann zwar auf dem Kopf, dafür sind die Buttons nach innen verlagert, so dass die Konzentration der Beteiligten auf der Rennstrecke und bei den Fahrzeugen bleibt. Ich habe es ausprobiert, und es klappt bestens. Die Bedienung über Kopf ist problemlos möglich. Dass die LEDs von rechts nach links von eins bis fünf
zählen, daran gewöhnt man sich rasch

Man muss sich bei Planung und Aufbau klar für eine Richtung entscheiden, da das gesamte System unidirektional ausgelegt und eine Richtungsänderung problematisch ist, z.B. wegen der notwendigen vollen Gerade vor der Weiche und der festgelegten Richtung dieser Komponenten (bewegliche Zungen kommen in Fahrtrichtung gesehen zuerst). Die Adapter Units haben ebenso eine festgelegte Richtung.


Ein weiterer Vorteil liegt auch darin begründet, dass die Buttons innen und damit unzugänglich liegen. Die Fahrer sollen sich auf Strecke, Fahrzeuge, Handregler und Anzeigen konzentrieren. Es reicht, wenn einer die Knöpfchen (hier über Kopf und bewusst schwer zugänglich) drückt.

Nach einiger Zeit wurde die Streckenführung minimal geändert (s.o.), so dass nun die CU wieder normal bedienbar war. Allerdings war dies nicht der Anlass für den Umbau.Beide Varianten der Bedienung sind völlig unproblematisch.

Handhabung der Digitalkomponenten


Zu den aktuellen Digitalkomponenten gehören die eingebauten Digital-Decoder der Fahrzeuge, die Central Unit (CU), Handregler Wireless+, der Receiver für bis zu sechs dieser Handregler, der Position Tower (Runden- oder Zeitanzeige), der Start Light Bogen, die Pit Stop Lane mit Tankfunktion, der Rundenzähler (Training, Time Race, Lap Race), die Weichen, das Driver Display, etc.

Der Handregler bietet den Drücker für den Daumen, die sogenannte "Weichentaste" und den kleinen "Binding-Knopf", der für eine zugeordntete Nummer sorgt. Anschalten und los geht's? So einfach ist die digitale Welt zumindest am Anfang nicht.

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Bild (Erhard Henkes): Vier Slotcars  - Maßstab 1:24 - erwarten die Startfreigabe, vorne das Startlicht, rechts die unentbehrliche Control Unit und dahinter der Rundenzähler

Man sollte sich zunächst mit der Einstellung/Auswahl verschiedener Zustände und den diesbezüglichen Abläufen (Aktion -> Anzeige -> Zustand) beschäftigen. Im Gegenzug für den Einarbeitungsaufwand bietet die digitale Welt die Einstellung von Geschwindigkeit, Bremsverhalten, Tankinhalt und die Ausführung eines Spurwechsels im Weichenbereich. Zusätzlich gibt es Pace Car und Autonomous Car.

Die Komplexität erfordert eine gewisse Anpassung, bevor der Spielspaß richtig starten kann, aber von nichts kommt nichts. Dafür kann man auf zwei Spuren mit max. sechs Slotcars fahren und zusätzlich Pace Car und Autonomous Car einsetzen.

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Bild (Erhard Henkes): Der lukrative Startlicht-Bogen



Nachfolgend eine Kurzfassung wichtiger Abläufe:

Fahrzeug und Handregler

Handregler an Receiver binden

==> Receiver: umlaufendes Leuchten der Segmentanzeige (bereit)

Receiver: SET-Knopf x (Fahrzeug-Nummer im digitalen System) mal drücken, bis die Ziffer x in der Segmentanzeige erscheint

Handregler: Binding-Kopf (kleiner Knopf) drücken

==> Handregler: Blinken der roten LED

==> Receiver: umlaufendes Leuchten der Segmente (Erfolg)


Adresse des Handreglers anzeigen

Handregler: Binding-Kopf (kleiner Knopf) drücken

        ==> Handregler: rote LED zeigt blinkend (Anzahl) die Fahrzeug-Adresse (Receiver reagiert nicht!)

Fahrzeug an Handregler binden

Fahrzeug: nur dieses alleine(!) auf Bahn stellen (es gehen auch mehrere, macht Sinn, um Geschwindigkeitsunterschiede zwischen Fahrzeugen zu messen)

CU: CODE drücken

==> CU: LED 1 leuchtet

Handregler: Weichentaste drücken

==> Fahrzeug: Lichter blinken

==> CU: LED 2-4 leuchten nacheinander

==> CU: LED 3 leuchtet permanent


Beleuchtung am Fahrzeug an/aus schalten

Fahrzeug: an Handregler gebunden (s.o.)

Fahrzeug: 3 Sekunden Stillstand

Handregler: Weichentaste drücken

==> Fahrzeug: Beleuchtung an/aus


Geschwindigkeit

Fahrzeuge: zu programmierende Fahrzeuge auf Bahn stellen

CU: SPEED drücken

CU: Auswahl mit SPEED (1-5 dauerndes Leuchten, 6-10 Blinken)

CU: Auswahl mit START/ENTER bestätigen

==> CU: Lauflicht LED 1-5

==> CU: LED 3 leuchtet permanent


Bremsverhalten

Fahrzeuge: zu programmierende Fahrzeuge auf Bahn stellen

CU: BRAKE drücken

CU: Auswahl mit BRAKE (1-5 dauerndes Leuchten, 6-10 Blinken)

CU: Auswahl mit START/ENTER bestätigen

==> CU: Lauflicht LED 1-5

==> CU: LED 3 leuchtet permanent

 

Tankinhalt (Grundeinstellung)

Fahrzeuge: zu programmierende Fahrzeuge auf Bahn stellen

CU: FUEL ON (Schiebeschalter)

CU: Auswahl mit FUEL (1-5 dauerndes Leuchten, 6-10 Blinken)

CU: Auswahl mit START/ENTER bestätigen

==> CU: Lauflicht LED 1-5

==> CU: LED 3 leuchtet permanent


Tankinhalt bei Rennstart

Fahrzeuge: zu programmierende Fahrzeuge auf Bahn stellen

CU: START/ENTER drücken

==> CU: LED 1-5 leuchten permanent

==> Driver Display: Balkenanzeige blinkt

Handregler: Weichentaste drücken

==> Tankfüllstand verändert sich


Spezielle Fahrzeuge

Autonomes Fahrzeug

Fahrzeug: nur dieses alleine(!) auf Bahn stellen

CU: 2x CODE drücken

==> CU: LED 1-2 leuchten

Handregler: Weichentaste drücken

==> CU: LED 3-5 leuchten nacheinander

==> CU: LED 3 leuchtet permanent

Handregler: Stößel drücken, bis gewünschte Geschwindigkeit angezeigt

Handregler: Weichentaste drücken

==> Position Tower: Autonomes Fahrzeug wird als Position 7 angezeigt

 

Pacecar programmieren

Fahrzeug: nur dieses alleine(!) auf Bahn stellen

CU: 3x CODE drücken

==> CU: LED 1-3 leuchten

Handregler: Weichentaste drücken

==> CU: LED 2-5 leuchten nacheinander

==> CU: LED 3 leuchtet permanent

Handregler: Stößel drücken, bis gewünschte Geschwindigkeit angezeigt

Handregler: Weichentaste drücken

==> Fahrzeug: fährt in die Pit Stop Lane

==> Position Tower: Autonomes Fahrzeug wird als Position 8 angezeigt

 

Pacecar starten

Fahrzeug: steht in Pit Stop Lane

CU: PACE CAR drücken

==> CU: LED 2-3 leuchten

==> Fahrzeug: verlässt Pit Stop Lane

CU: PACE CAR drücken

==> CU: LED 2 erlischt, LED 3 leuchtet

==> Fahrzeug: fährt in die Pit Stop Lane



Autonomes Fahrzeug und Pacecar an Position Tower anzeigen / nicht anzeigen

CU: bei ausgeschalteter CU BRAKE gedrückt halten

CU: anschalten

CU: BRAKE los lassen

CU: Umschalten mit BRAKE (LED 1 leuchtet: keine Anzeige, LED 1-2 leuchten: Anzeige)

CU: Auswahl mit START/ENTER bestätigen

 

Runden und Zeiten

Rundenzählfunktion in der Pit Stop Lane ein-/ausschalten

CU: bei ausgeschalteter CU SPEED gedrückt halten

CU: einschalten und SPEED los lassen

CU: Auswahl mit SPEED

==> CU: LED 1 leuchtet (Rundenzählfunktion aus), LED 1-2 leuchten (Rundenzählfunktion ein)

Fahrzeug: über Pitlane Sensor fahren

==> Einstellungen werden beim Überfahren von der Pit Lane übernommen. Damit kann man individuell für jede Pit Lane das Feature Rundenzählen (ja/nein) festlegen.

CU: START/ENTER bestätigen (Einstellungen verlassen)

Diese Funktionaltät unterscheidet zwischen der Pit Lane für Tanken/Boxenstop und der Pit Lane zum Abstellen des Pace Car.


Sound

Sound ein-/ausschalten (z.B. Start-Sequenz)

CU: bei ausgeschalteter CU START/ENTER gedrückt halten

CU: einschalten und START/ENTER los lassen

Hinweis: Den Sound zur Quittierung seitens der CU kann man nicht ausschalten

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         Bild (Erhard Henkes): Ein Blick zurück - Bill Thomas Cheetah - ein Chevrolet Sportwagen aus den 60er Jahren (1963-66).

 

Energieversorgung


Die Slotcars fahren im Zweileitersystem mit Gleichstrom, Carrera Digital 124 Rennwagen fahren mit Original-Netzteil mit 18 V (gemessen am Netzteil), während Carrera Digital 132 Rennwagen mit 14,8 V vorlieb nehmen. Das von Carrera gelieferte Netzteil liefert 18 V und 3 A. Laut Beschreibung von Carrera liefert diese Original-Stromversorgung Energie für max. vier Wagen des Maßstabs 1:24 (bei den leichteren Carrera 132 Fahrzeugen werden max. sechs Wagen benannt).

Für zwei oder drei  Rennwagen liefert das Originalnetzteil nach meinen eigenen Tests ausreichend Energie für spannende Rennen. Das bestätigen meine Messungen am eigenen Netzteil (s.u.).


Will man vier, fünf oder
sechs Carrera Digital 124 Rennwagen gleichzeitig fahren, wobei die Digitalkomponenten für maximal sechs Slotcars im Rennen ausgelegt sind, dann benötigt man eine höhere Leistung. Zur Überwindung dieser Beschränkung habe ich ein eigenes gesondertes Netzgerät eingesetzt. In meinem Fall liefert dieses Netzteil bis max. 30 V und max. 10 A, jeweils stufenlos einstellbar. 

Warnhinweis: Man verlässt mit einem eigenen regelbaren Netzteil die "sichere Welt des Spielzeugs" und ist damit eigenverantwortlich für die elektrische Sicherheit zuständig.  Achten Sie vor allem auf das Kurzschlussverhalten.

Die Control Unit sollte 5 A sicher aushalten.
Darüber wird es durch Hitzeentwicklung am Leistungstransistor in der Control Unit zunehmend kritisch. Man findet den Wert von ca. 7,5 A als oberes Limit, bei der die CU abschaltet. Als max. Spannung für Fahrzeuge im Maßstab 1:24 werden 20 V genannt, ich halte inzwischen 19 Volt für ein sinnvolles Limit. Das Originalnetzteil zeigte zu meiner Überraschung keine 18 V, sondern - auf der Bahn gemessen - lediglich knapp 16 V.

Mit dem eigenen Labornetzgerät startete ich mit einer Konstantspannung von 18 V  (am Gerät angezeigt) und stellte den max. Strom zunächst auf 6 A ein. Später erhöhte ich die Spannung auf 19 V, vor allem bei Rennen zu zweit.

Nun stellte sich die Frage nach der Energieaufnahme einzelner Komponenten, denn die Fahrbahn nimmt bereits im Ruhezustand Energie auf. Folgende Stromstärken fand ich bei 18 V:

Control Unit + Startlicht (Ruhezustand) + 4 Weichen (auf der Bahn) und zwei Pit Stop Lanes (mit je einer Weiche in der Einfahrt) in der Fahrbahn: 0,29 A,
Receiver: 0,02 A,
Rundenzähler (Art.-Nr. 20030355): 0,1 A,
Fünf geladene Wireless Handregler: 0,05 A,
Position Tower: 0,1 A,
Drei Driver Displays: 0,27 A (ohne leuchtende gelbe LEDs)
Slotcar im Ruhezustand (vorne und hinten beleuchtet): 0,04 A

Das sind
im Ruhezustand bei 18 Volt am Eingang der Control Unit bereits 0,87 A (bei 19 Volt erhöht es sich minimal auf 0,89 A).
Dies bedeutet, dass fast ein Drittel der maximalen Leistung des Original-Netzteils bei meinem System bereits für die Digitalkomponenten verbraucht
werden.

Hinweis: Das Startlicht zieht mit allen 10 LEDs zusätzlich ca. 0,14 A. Da die Slotcars dabei aber in Startposition stehen, ist dies bedeutungslos.

Nun ist die Frage, wie hoch die Stromaufnahme bei den Fahrzeugen ist. Nach meinen Messungen sollte man pro Fahrzeug (flotte Fahrweise) bei 18 V am Netzgerät (auf der Bahn kommen davon nur ca. 16 V an!) durchschnittlich bis ca. 0,8 A kalkulieren (kurzzeitige Spitzen können höher ausfallen, das wirkt sich aber nicht spürbar aus). Bei sechs Slotcars ergibt dies 4,8 A. Ein eigenes  Netzteil sollte daher unter Einbeziehung des digitalen Grundverbrauchs über 5 A liefern können, wenn man Spannungs- und damit Geschwindigkeitseinbrüche sicher vermeiden will. Die Strombegrenzung am eigenen Netzteil sollte man im ersten Ansatz auf Anzahl der Fahrzeuge * 0,8 A + 1A (Grundlast) einstellen. Bei 3 Fahrzeugen also 3,4 A, bei 4 Fahrzeugen 4,2 A, bei 5 Fahrzeugen 5 A und bei 6 Fahrzeugen 5,8 A. Daher könnte ein Netzgerät mit max. 5 A (werden oft angeboten) nach meinen eigenen Messungen erneut eine Engstelle darstellen. Besser gleich Reserve schaffen, halte ich für den besseren Weg, denn man will vielleicht auch Gebäudebeleuchtungen, Flutlichter und Sonstiges an der Control Unit vorbei an dem Netzteil anschließen.


Nun zur Frage, was Sinn macht: Ich empfehle zu zweit mit 18 V zu starten und versuchsweise bis max. 20 V zu erhöhen. Dazu benötigt man Fahrzeuge mit gutem Grip und Magneten. Super Rundenzeiten, klasse Sound und Rennen! Die Alternative sind Fahrzeuge ohne Magnet. Da braucht man viel mehr Gefühl, und man muss mit "Flugverhalten" rechnen, auch über Leitplanken hinweg!

Beides macht Spaß! Einfach ausprobieren. Bei mehreren Fahrern würde ich eher mit weniger Spannung, z.B. 17 bis 18 V, starten und die Magnete zunächst drinnen lassen.



Fahrzeuge


Der Zustand der Reifen beeinflusst das Verhalten auf der Bahn ganz entscheidend. Bei einem Wagen, der in engen Kurven zunehmend zum massiven Ausbrechen mit dem Heck neigte und sich dadurch auf der Bahn quer stellte, erreichte ich durch einfaches Abrollen der Reifen auf doppelseitigem Klebeband eine signifikante Verbesserung der Haftung und der Straßenlage. Professionell macht man das mit Hilfe einer Reifenschleifanlage, aber das zwei- bis dreifache Abrollen über ein Klebeband ist eine einfache und wirksame Maßnahme, wenn der "grip" beim Lieblingsrennwagen plötzlich fehlt.

Bezüglich Kiele habe ich bisher nur die Original Carrera-Kiele verwendet. Versuche mit längeren/tieferen  Kielen werden folgen.

Das Herausnehmen oder Positionieren von Magneten (z.B. Heckmagnet entfernen, zwei anstelle drei Mittelmagnete, gar keine Magnete) verringert die Haftung des Fahrzeugs auf der Bahn deutlich und senkt die Energieaufnahme. Das erwünschte Fahrverhalten sollte im Vordergrund stehen, also lieber die Energieversorgung ausreichend auslegen. Wer gerne mit hoher Geschwindigkeit durch enge Kurven donnert, benötigt alle Magnete, damit das Slotcar am Boden "fest klebt". Rundenrekorde benötigen einfach Bodenhaftung (Magnete) und ausreichend Energie. Weniger Haftung erforden mehr fahrerisches Geschick im Umgang mit dem Gas/Brems-Hebel. Beides hat seinen Reiz. Ein guter Fahrer beherrscht alle Varianten.

Die in dem Grundpaket "Gentlemen Race" enthaltenen Sportwagen
Ferrari 599XX, Aston Martin DBR9 und Porsche GT3 RSR sind gut aufeinander abgestimmt, um gegeneinander interessante und vor allem schnelle Rennen zu fahren. Sie weisen ähnliche Fahreigenschaften auf und erlauben mit den eingebauten Magneten sehr hohe Kurvengeschwindigkeiten.

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Bild (Erhard Henkes):
Aston Martin DBR9


Ein Mercedes-Benz SLS AMG GT3 (siehe Bild ganz oben) neigt hier schon eher zum Ausbruch des Hecks und zum Querstellen, erfordert also deutlich mehr Feingefühl. Ein Vehikel wie der Cheetah 63 (siehe Bild oben) kann mit dieser Klasse m.E. nicht ernsthaft mithalten, ist aber ein ideales Bastel-Fahrzeug für Versuche.

Kurzum, man sollte auf die Harmonie der Fahrzeuge achten, wenn man mit mehreren Personen ein Lap Race durchführt. Ansonsten geht der Wettkampfcharakter verloren.

Bei einem Time Race (alle auf einmal oder Einzelfahrten) hingegen können verschiedene Fahrzeuge, die jeder Fahrer nacheinander fahren muss, den Reiz und damit Spielspaß erhöhen. Ausprobieren geht hier über Studieren. Variation erhält den Reiz und fördert fahrerische Fähigkeiten.

Ab und zu segeln die Fahrzeuge davon. Bei einer erhöhten Platte knallen sie dann auf den Boden auf. Die Carrera Fahrzeuge halten wirklich viel aus (es gibt nur zwei Wege: Sammeln oder fahren bis der Autofriedhof winkt), man sollte dennoch über geschickt installierte Leitplanken und an kritischen Punkten (Kurve K1) höhere Auffangvorrichtungen nachdenken.

Kinder sollte man so positionieren, dass sie keine fliegenden Autos an den Kopf bekommen!

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Bild (Erhard Henkes): Porsche GT3 RSR

Wie hoch ist eigentlich die Geschwindigkeit der Slotcars? Rechnen wir doch einmal nach:
Bei einer Netzteilspannung von 19 Volt erreichte der Ferrari 599XX z.B. eine Rundenzeit von 5,101 s. Bezogen auf die Bahnlänge von 17,80 m ergibt dies eine Geschwindigkeit von  v = 17,80 m / 5,101 s = 3,49 m/s bzw. 12,56 km/h.
Skaliert man dies theoretisch auf den Maßstab 1:24, so entspräche dies einer "echten" Durchschnittsgeschwindigkeit von 301,5 km/h.

Durchschnittsgeschwindigkeiten über 12,5 km/h auf der Carrerabahn mit 1:24 Fahrzeugen sind sehr gute Werte, vgl. das hervorragend gemachte Video "FAST LANE".





Bilder (Erhard Henkes): Chevrolet Corvette

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Bild (Erhard Henkes): Die Slotcar Flotte am Startlicht-Bogen





Verschleiß, Wartung und Instandhaltung


Wie sieht es aus mit Verschleiß und Problemen? Das ist immer eine spannende Frage. Zunächst sollte man genügend Leitkiele und Doppel-Schleifer in der Ersatzteile-Box liegen haben. Schleifer und Leitkiele unterliegen bei den "schweren" 124er Fahrzeugen hohen mechanischen Anforderungen. Der Austausch bei den Kielen ist einfach, bei den Schleifern braucht man etwas Feingefühl.

Ansonsten konnte ich in nur kurzer Zeit beobachten:
- Kabelabriss an der Lötstelle zum Motor (einfach neu angelötet)
- Keine Spannungsübertragung über Schleifer, Schwingarm und Stecker auf die Decoder-Platine (alles auseinander genommen und Schwingarm-Stecker durch Lötung ersetzt, Schleifer gedreht -> geht wieder)
- Fahrer wurde Arm abgerissen, Fahrer wurde Kopf abgerissen (das passiert im dekorativem "Obergeschoss", an das man nicht zerstörungsfrei heran kommt)

- Lampenabdeckungen, Motorhauben, Spoiler, Spiegel lösen sich/brechen ab (finden und ankleben mit Sekundenkleber)

Man sollte also Lötkolben/Lötzinn und Sekundenkleber bereit halten. Ohne dies geht es sicher nicht auf Dauer. Übrigens sollte man keine Scheu haben, alles Teile des Slotcars auseinenader zu nehmen und auch eigene Maßnahmen, z.B. Lötungen anstelle Stecker, zu ergreifen.

Die Stromaufnahme und Funktion des Leitkiels versteht man auch erst richtig, wenn man den Schwingarm komplett zerlegt und wieder zusammengefügt hat. Die nachfolgenden Fotos zeigen die Funktion der Rückholfeder für den Leitkiel:

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Bilder (Erhard Henkes): Funktion der Rückholfeder im Schwingarm, die den Leitkiel jeweils in die Mittelposition zurückführt

Meines Erachtens gibt es bei den 124er Slotcars keine vernünftige Alternative zum Do-it-yourself. Hohe Kräfte und leichte Schwachstellen in der Konstruktion bzw. Fertigung fordern Einsatz. Also nur Mut!

Auch mehrere Abflüge (immer über Leitplanken hinweg!) von der 90 cm hohen Platte auf einen Kunststofffußboden mussten die Karossen hinter sich bringen. Ein Hoch auf die robusten Carrera-Wagen! Ein Buh-Ruf auf die miesen Leitplankenhalterungen (zerbrechen leicht) und auch zu niedrigen Leitplanken (man müsste hier zwei Varianten anbieten), die dies nicht verhindern.

Ein klares Wort zu dieser Thematik: Entweder man fährt (Spielspaß, Streckenplanen/-umbauten, Basteln an den Fahrzeugen) und/oder man stellt sie unbenutzt in die Vitrine (Sammlerstolz, Wertanlage). Ich habe mich glasklar für Ersteres entschieden, denn nur dies schafft Dynamik und Begeisterung.